Mit ihm kommt jeder in die 1. Etage im Ruder-Club
Eigentlich sollte die Aufgabenstellung umsetzbar sein, doch die Realität sieht anders aus. Im Verein und bei Gästen unserer Gastronomie drängt sich immer häufiger die Frage auf, kommen auch Menschen in die oberen Räume, die behindert oder eingeschränkt mobil sind? Also haben wir mit Eifer losgelegt, dieses Problem zu lösen. Nun ja – der Architekt holte gleich mal den Hammer raus und warf die stolze Summe von 80 – 90.000 T€ in den Ring für einen Aufzug außen an der Fassade. Weitere Alternativen hießen Lastenaufzug an der Terrasse (38.000€), Lifton Homelift innen mit Kernbohrung durch die Decke (35.000€), dieses Teil hätte im EG und im OG im Weg gestanden. Und immer die gleiche Überlegung, wir brauchen keine permanente Lösung mit zigmaliger Beanspruchung täglich, sondern eine sinnvolle Lösung im passenden Kosten-/Nutzenverhältnis.
Der klassische Treppenlift wurde oft ins Spiel gebracht, nur bei einer öffentlichen Gaststätte brauchen wir zwei Meter Breite der Treppe, haben wir nicht und außerdem reicht das Geländer statisch nicht, ein neues Geländer wuchtig mit neuen Bohrungen in der Treppe war auch nicht denkbar.
Ein Besuch im Seniorenbüro der Stadt brachte zwei komplett neue Komponenten auf den Tisch, mobile Treppensteiger und eine Förderung des Projektes. Nach langer Suche haben wir in Haßfurt bei der Fa. Mannl + Hauck eine passende Lösung gefunden. Wir entschieden uns für einen „Liftkar PT S Treppensteiger“. Mehrfach eingesetzt hat er zwischenzeitlich einige Freunde gefunden bei den Fahrern und den Beifahrern. Akkugetrieben steigt er wie von selbst die Treppen nach oben und wieder runter ohne Krafteinsatz des Fahrers. Dank Spenden und einer Förderung der „Aktion Mensch“ konnte das Projekt ohne größeren finanziellen Aufwand für den Club realisiert werden.
Egid Schlessing









